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Artikel vom 11.02.2008 aus der Rubrik Schwangerschaft

Symptome einer Eileiterschwangerschaft

Eine extrauterine Schwangerschaft tritt in etwa einer bis zwei von 100 Schwangerschaften auf, 94 Prozent davon im Eileiter. Eine gefürchtete Komplikation ist die lebensbedrohliche Blutung in die Bauchhöhle, wenn der Eileiter reißt. Daher sollte bei Auftreten der typischen Symptome rasch gehandelt werden.

Die Eileiterschwangerschaft zählt zu den extrauterinen Schwangerschaften. Das Ei nistet sich hierbei außerhalb der Gebärmutter ein, zu über 94% dieser Fälle findet die Einnistung im Eileiter statt. In den restlichen Fällen kann sich das Ei im Eierstock, am Gebärmutterhals oder in der freien Bauchhöhle einnisten.

Normalerweise durchwandert das Ei den Eileiter und nistet sich am Ende dieser Wanderung in die Gebärmutterhöhle ein. Bei der extrauterinen Schwangerschaft versucht sich das befruchtete Ei außerhalb der Gebärmutter einzunisten und zu entwickeln. Folgende drei Ursachen sind als hauptsächliche Gründe für das Entstehen einer extrauterinen Schwangerschaft zu nennen:

  • die Eiwanderung im Eileiter ist verzögert
  • der Weg ist verlängert, beispielsweise durch Verwachsungen oder Vernarbungen durch frühere Entzündungen (Blinddarmentzündung, Bauchoperationen, Eileiterentzündung), Verkleben des Eileiters (durch frühere Endometriose), Verkrampfung der Eileitermuskulatur, abnorm lange Eileiter, Anwendung einer Spirale zur Verhütung oder künstliche Befruchtung
  • Behinderung der Ausschüttung des Eies aus dem Eierstock

Die Symptome der Eileiterschwangerschaft sind sehr unterschiedlich – je nachdem, in welchem Abschnitt des Eileiters sich das Ei eingenistet hat. Man unterscheidet drei Arten der Eileiterschwangerschaft:

  1. im weiten, dem Eierstock zugewandten Ende des Eileiters – das ist die häufigste Form, betrifft circa 66% der Eileiterschwangerschaften
  2. im schmaleren, der Gebärmutter zugewandten Teil des Eileiters – bei ungefähr 33% der Eileiterschwangerschaften
  3. im Übergang vom Eileiter in die Gebärmutter (dem Zwischenraum, der in die Gebärmutter mündet) – seltenste Form, bei nur einem Prozent der Eileiterschwangerschaften

Die Eileiterschwangerschaft zeigt zu Beginn gleiche Anzeichen wie eine normale SS, beispielsweise Übelkeit und Brustspannen. Meist beginnen die typischen Symptome zwischen der 5. und 8. Schwangerschaftswoche. Charakteristisch sind starke einseitige Unterleibsschmerzen oder einseitige Spannungsschmerzen, die langsam an Intensität zunehmen. Unwohlsein, Schwindel oder gar Ohnmacht weisen meist auf einen stärkeren Blutverlust hin - im Ultraschall kann der Arzt eine Blutansammlung im tiefsten Punkt der Bauchhöhle erkennen. Ebenso treten in den meisten Fällen schwache Blutungen oder ein bräunlicher Ausfluss auf.

Da die Eileiterschwangerschaft zu einem akuten und lebensbedrohlichen Notfall werden kann, bedarf es schneller medizinischer Versorgung. Mittels einer Bauchspiegelung wird durch einen kleinen Einschnitt das Ei entfernt. Ziel der Operation ist es, den betroffenen Eileiter zu erhalten. Nur bei starken Blutungen oder stark geschädigtem Eileiter muss dieser komplett entfernt werden.

Die Chance, dass eine erneute Eileiterschwangerschaft eintritt, liegt bei 30-50%, abhängig davon, ob der Eileiter erhalten oder entfernt wurde.

Annett Matiran

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