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endlichschwanger.de - Schwangerschaft, Geburt und danach

Artikel vom 08.11.2007 aus der Rubrik Ernährung

Genussmittel in der Schwangerschaft

Die Erforschung der Einflüsse von Genussmitteln auf das Ungeborene geht stets voran. Neue Erkenntnisse und Studien bestätigen, dass bereits kleine Mengen eine schädliche Wirkung auf das heranwachsende Leben haben. Viele Frauen finden in ihrer Schwangerschaft die Motivation, um sich eine gesündere Lebensweise anzugewöhnen. Mit Erfolg!

Rauchen

Wenn Du es irgendwie schaffst, solltest Du das Rauchen in der Schwangerschaft komplett einstellen oder zumindest auf ein absolutes Minimum reduzieren.
Denn: Nikotin gelangt über den Mutterkuchen ungefiltert zum Ungeborenen!
In neuen Studien konnte eine eindeutige Wirkung auf das Kind ab fünf Zigaretten täglich nachgewiesen werden.

Durch das vom Baby inhalierte Kohlenmonoxid wird seine Sauerstoffaufnahme gehemmt, das wiederum sein Wachstum und das des Mutterkuchens mindert. Kinder von Raucherinnen sind meist leichter, haben nach der Geburt Entzugserscheinungen und erleiden siebenmal häufiger den plötzlichen Kindstod. Auch die Fehl- und Frühgeburtsrate ist deutlich erhöht. In der Schwangerschaft benötigt man bestimmte Nährstoffe und Vitamine in erhöhtem Maße (beispielsweise Vitamin C, Folsäure, Vitamin E) – Rauchen verhindert aber die Aufnahme und Verarbeitung dieser Vitamine. Dadurch entsteht ein bedeutender Vitaminmangel.

Hinweis: Passives Rauchen hat dieselbe negative Wirkung auf Dein Baby wie aktives Rauchen!

Alkohol

Auch Alkohol passiert den Mutterkuchen. Seine Abfallprodukte stören empfindlich die Entwicklung der Nervenzellen und deren Verknüpfung untereinander – so liegt die Intelligenz dieser Kinder meist unter dem Durchschnitt. Im späteren Kindesalter kann man eine deutliche Entwicklungsverzögerung beobachten. Defizite bei der Aufmerksamkeit, in der Muskelkoordination und Konzentrationsfähigkeit sowie ein verändertes Sozialverhalten werden dabei häufig festgestellt.

Alkohol kann zu schweren Fehl- und Missbildungen – vor allem im Kopf und Gesichtsbereich – des Kindes führen. Bisher konnte eine eindeutig schädliche Wirkung ab einem halben Liter Bier oder Wein täglich nachgewiesen werden.

Allerdings gehen die Meinungen zu einem "Gläschen in Ehren" weit auseinander. Vermutlich ist gegen ein gelegentlich kleines Glas Rotwein nichts einzuwenden, da dieser die Blutgefäße weitstellt und somit eine bessere Durchblutung von Mutterkuchen und Kind bewirkt.

Hinweis: Gerade in den ersten drei Monaten ist es sehr wichtig, möglichst ganz auf Alkohol zu verzichten, denn dies ist die Zeit der intensiven Organentwicklung!

Kaffee und Tee

In Maßen ist Kaffee, schwarzer oder grüner Tee nicht schädlich für das Ungeborene. Allerdings sollten nicht mehr als zwei Tassen täglich getrunken werden, da diese Genussmittel Koffein enthalten und dieses ungefiltert zum Kind gelangt.

Hinweis: Kaffee, Schwarz- und Grüntee behindern die Eisenaufnahme – trinke daher Deine Tasse erst zwei Stunden nach dem Essen!

Wende Dich ohne Angst und Scham an eine Beratungsstelle in Deiner Nähe, solltest Du feststellen, dass Du den "Absprung" nicht ganz alleine schaffst. Dir und Deinem Kind zuliebe! Die Beratung und Hilfe erfolgt sehr herzlich und der Austausch mit anderen Betroffenen hilft, auch die letzte Hürde zu überwinden.

Annett Matiran

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