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Artikel vom 19.11.2007 aus der Rubrik Geburt

Nachgeburtswehen und Nachwehen

Nachgeburtswehen und Nachwehen sind nicht ein und dasselbe! Die Nachgeburtswehen sind ein Teil des Geburtsvorganges. Durch sie wird der Mutterkuchen gelöst und geboren. Die Nachwehen begleiten Dich die ersten Tage nach der Geburt und bewirken das Zusammenziehen der Gebärmutter.

Nachgeburtswehen

Das Baby ist geboren – die Geburt beendet.

Nicht ganz, denn erst wenn der Mutterkuchen (Plazenta) abgelöst ist, gilt die Geburt als abgeschlossen. Hebamme und Arzt gratulieren den frisch gebackenen Eltern deshalb auch erst nachdem die Plazenta geboren wurde.

In der Regel beginnen zehn bis zwanzig Minuten nach der Geburt des Kindes nochmals Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Diese sind vergleichbar mit mittelkräftigen Wehen der Eröffnungsperiode. Dadurch wird die Plazenta von den Innenwänden der Gebärmutter gelöst und nach draußen geschoben. Damit an der Ablösefläche nicht zuviel Blut austritt, muss sie sich kräftig zusammenziehen.

Da das Neugeborene in dieser Zeit meist bei der Mutter auf dem Arm liegt, lenkt es von dem erneuten Ziehen im Bauch ab. Es gibt sogar Frauen, welche die Nachgeburtswehen überhaupt nicht spüren – dies ist vor allen bei Erstgebärenden der Fall, da sie so überwältigt von dem soeben Erlebten sind, dass sie diese Wehen meist gar nicht wahrnehmen.

Nachwehen

Einige Stunden nach der Geburt setzen die Nachwehen ein. Spürbar sind sie meist nur in den ersten drei bis vier Tagen, danach lassen sie immer weiter nach. Das Ziehen ist vergleichbar mit dem vormenstruellen Periodenschmerz.

Die Nachwehen sind für den Uterus besonders wichtig, denn durch die starke Muskelkontraktion zieht sich die Gebärmutter wieder stark zusammen. Dabei werden die Gefäße an der Stelle, an der die Plazenta angehaftet war, nach und nach verschlossen. So verkleinert sich die Wunde und die Blutung wird geringer. Es gilt: Je mehr Nachwehen, desto kleiner die Gebärmutter, umso geringer der Blutverlust.

Beim Stillen verstärkt sich dieses Ziehen im Unterbauch – das Saugen des Babys regt die Gebärmuttermuskulatur an. Erstgebärende empfinden diese Wehen meist als nur wenig schmerzhaft oder spüren sie überhaupt nicht. Bei Mehrgebärenden werden die Nachwehen bereits kurz nach der Plazentageburt deutlich spürbar. Der Grund: Nach jeder Geburt muss die Gebärmutter wieder ihre ursprüngliche Größe erreichen und benötigt dafür jedes Mal mehr Energie.

Tipp: Stelle Dich rechtzeitig auf diesen Nachwehenschmerz ein – erträglich wird er, wenn Du ihn genauso wie die Geburtswehen beatmest. Falls es Dich zu sehr schmerzt: Scheue Dich nicht Deine Hebamme oder die Krankenschwester nach einem sanften Schmerzmittel zu fragen!

Annett Matiran

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