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Artikel vom 19.11.2007 aus der Rubrik Gesundheit

Bettnässen - (k)ein Problem?

Kinder nässen nicht absichtlich ein und auch Du hast nichts falsch gemacht. Vom nächtlichen Einnässen sind mehr als 20% der 5-jährigen betroffen. Oft sind die Kinder enttäuscht und schämen sich. Versuche geduldig zu sein und gib Deinem Kind das Gefühl, dass alles halb so schlimm ist. So meistert Ihr diese Zeit gemeinsam!

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr lernen Kleinkinder, ihre Harnblase zu kontrollieren. Bis die Blasenmuskulatur wirklich reibungslos gesteuert werden kann, vergeht meist noch ein Jahr. Statistisch gesehen nässen Jungen häufiger ein als Mädchen. Einnässen ist weit verbreitet – zwischen 15 bis 20% der Fünfjährigen, mindestens 10% der Siebenjährigen und auch 1% der Erwachsenen sind davon betroffen.

Ein Kind muss mindestens fünf Jahre alt sein und wiederholt, unwillkürlich Einnässen, bevor man vom Einnässen sprechen kann. Auch müssen medizinische Ursachen ausgeschlossen worden sein und das Kind mindestens drei Monate einnässen.

Die drei Formen des Bettnässens

primäres Bettnässen

Das Kind war noch nie über einen längeren Zeitraum (mindestens ein halbes Jahr) trocken.

sekundäres Bettnässen

Das Kind war schon einmal länger als sechs Monate trocken und wird nun wieder rückfällig. Oft wird dieser Rückfall von belastenden Lebensereignissen ausgelöst (wie zum Beispiel Umzug, Trennung der Eltern, Umschulung, Geburt von Geschwistern, Streit in der Familie und ähnliches).

reines, isoliertes Bettnässen

Das ist die häufigste Form des Einnässens – die Entleerung der völlig normalen Harnblase geschieht lediglich am falschen Ort und zur falschen Zeit.

Meist wirken verschiedenste Faktoren als Ursache des Bettnässens zusammen:

  • Erbfaktoren sind verantwortlich für eine vermehrte Urinbildung und einer erschwerten Erweckbarkeit, so dass Dein Kind nicht merkt, wann die Blase voll
  • war ein Elternteil Bettnässer, so beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind ebenfalls einnässt, mehr als 40%; waren beide Elternteile davon betroffen, so sind es sogar mehr als 70%
  • seelische Faktoren, wie psychosozialer Stress, aber auch Bestrafung und Unverständnis können mit der Zeit diese und andere Verhaltensstörungen entstehen lassen
  • eine verzögerte Reifung der Blasenmuskulatur und damit der kindlichen Blasenkontrolle

Mit einer Behandlung sollte erst dann begonnen werden, wenn das Kind selber unter dem Einnässen leidet und das fünfte Lebensjahr vollendet hat. Denn die meisten Kinder wachsen aus diesem Bettnässen noch im Vorschulalter von selbst heraus. Daher sollte man das Einnässen dem Kind gegenüber zunächst nicht thematisieren - auch Bestrafung ist niemals sinnvoll und immer kontraproduktiv.

Die wichtigsten Voraussetzungen, um Dein Kind zu trockenen Tagen und Nächten zu führen, sind Geduld, Verständnis und Unterstützung!

Annett Matiran

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